Leitwort

Wir erwarten ihn, den Inselsommer, mit allem, was dazu gehört: mit viel Arbeit, mit vielen Unternehmungen, mit Musik und vielen Gästen, mit Zeit im Garten, auf dem Deich, an Strand und Meer.

Der „Jahrhundertsommer“ 2018 wird dabei kaum zu überbieten sein und die lange und extreme Zeit der Trockenheit und Hitze des letzten Jahres sollten wir uns im Interesse unserer Natur sicher auch nicht erneut herbeiwünschen.

Dennoch hoffen wir auf Sonne und Wärme, dabei auch auf kühlenden Sommerregen von Zeit zu Zeit, auf gut wachsende Saaten, auf Zeit unter freiem Himmel in Luft und Wind, auf gute Nerven und frohes Schaffen für alle, die die Sylter Hauptsaison zu bewältigen haben und gute Erholung für all´ die, die ihre Ferien in den kommenden Wochen auf der Insel verbringen.

Vielleicht ist dem einen oder der anderen ja auch zum Singen zumute im Sommer. Wenn ja, gibt es im Gesangbuch unserer Evangelischen Kirche reichlich Auswahl an Liedern für gerade diese Jahreszeit. Schöpfungslieder sind das zumeist, die den Blick auf den Reichtum der Natur lenken, auf Duft und Farben, auf alles, was wächst und gedeiht um uns herum, was Blüten und schließlich Früchte trägt. Es sind Lieder, die all´ das beschreiben und die hinter all´ dem den erkennen, der es alle Jahre wieder hervorbringt: unseren Gott. Es sind Lieder, die ihm, dem Schöpfer und Erhalter des Lebens, Danke sagen: Danke für alles, was wir ganz unverdient von ihm empfangen, was uns anvertraut wird und womit wir sorgsam umgehen sollen. Danke für Licht und Wärme, die Körper, Seele und Gemüt einfach gut tun. Danke auch für wache Augen und ein staunendes Herz, das alles das erkennt.

„Der Sommer spannt die Segel / und schmückt sich dem zu Lob, / der Lilienfeld und Vögel / zu Gleichnissen erhob. / Der Botschaft hingegeben / stimmt fröhlich mit uns ein: / Wie schön ist es, zu leben / und Gottes Kind zu sein.“

so klingt die 5. Strophe des Sommerliedes „Nun steht in Laub und Blüte, Gott, Schöpfer, deine Welt“, die Nummer 639 in unserem Gesangbuch.

Gott zeigt sich in lebendiger Fülle. Und im Gleichnis von den Lilienfeldern und Vögeln (Matthäus 6,25-29) ist die Rede von Gottes fürsorglichem Handeln für seine Menschen und davon, dass wir uns auf diese Treue und Fürsorge verlassen können, Tag für Tag.

 

Erfüllte sommerliche Tage wünsche ich uns allen, fröhliche Begegnungen und in allem Gottes gutes Geleit.

Ihre/Eure Pastorin Dr. Christiane Eilrich